Beauty-Review Arganöl – flüssiges Gold für Haut und Haare

Marrakesch – Zauberland von Gewürzen und Ölenadmin |

EIN REISEBERICHT UND SELBSTVERSUCH

Glänzendes, gesundes Haar, strahlende Haut voller Vitalität und Elastizität, dazu Schutz vor Umwelteinflüssen und eine sichtbare Verbesserung von Hautunreinheiten und sogar Akne? Das Ganze zudem nicht nur essbar, sondern auch noch wohlschmeckend?! MOMENT MAL…

Was wie ein überheblicher Marketing-Gag klingt, soll tatsächlich wahr sein und zudem kommt das angebliche Wundermittel nicht, wie man vermuten könnte, aus dem Chemielabor, sondern wächst – man mag es kaum glauben – am Baum!

Soweit so gut.

Wer wie ich recht anfällig auf derartige Werbeversprechen reagiert, ist in den letzten Monaten kaum um den Begriff Arganöl (lat. Argania spinosa) herumgekommen.

Bottle of argan oil and nuts on the table

Arganöl wird aus Nüssen gewonnen

Schnell musste ich allerdings feststellen, dass auf etlichen Produkten im Kosmetikbereich zwar Arganöl steht, sie im Wesentlichen jedoch gänzlich andere, oftmals chemische, Inhaltsstoffe enthalten, welche den Hauptbestandteil des Pflegemittels ausmachen.

Da ich von Mutter Natur ohnehin mit sensibler Haut und feinem Haar „ausgestattet“ wurde und aufgrund dessen Öle bei mir bislang ausschließlich in der Küche zu finden waren, schrieb ich das Projekt Arganöl vorerst ab.

Zumindest bis es mich im Sommerurlaub vor wenigen Wochen tatsächlich für einige Tage nach Marrakesch verschlug. Vor Ort lernte ich eine gebürtige Marokkanerin kennen (ihr kräftiges, glänzendes Haar und die strahlende Haut fielen mir auf Anhieb auf).

Sie berichtete mir, dass das wertvolle Öl, welches extrem reich an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren sei, in ihrem Land tatsächlich als eine Art Wundermittel für die Schönheit von Haut und Haar gilt und auch der Preis durchaus seine Berechtigung hat.

Wird der Arganbaum, aus welchem in einem aufwendigen, traditionellen Verfahren das Öl noch immer in Handarbeit gepresst wird, doch nicht umsonst von den Berbern als „Baum des Lebens“ bezeichnet. Er liefert Arbeitsplätze und dient zudem als Brenn/Baustoff, zur Zubereitung von Nahrungsmitteln und sein Öl findet zu Kosmetikzwecken zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

Besonders hellhörig wurde ich, als sie mir verriet, dass es kein besseres Mittel gegen Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft gäbe und die Frauen sich von Beginn an tägliche Massagen mit dem neutral riechenden Öl gönnen würden.

Spätestens jetzt war meine Neugier neu entfacht. Mit diesem Super-Tipp wollte ich meine Schwangeren nach dem Urlaub überraschen, natürlich nicht, ohne vorher mal einen Eigenversuch gestartet zu haben.

Gern nahm ich also ihr Angebot an, im Rahmen eines ohnehin geplanten Ausfluges gleich Halt bei einer (Touri)- Arganölproduktionsstätte zu machen. Vor Ort könne man besser verstehen, weshalb das ganze Verfahren so aufwendig sei. Gesagt, getan.

Da die Flaschen, die es dort im Verkauf gab, nur mit einem Korkverschluss versehen waren, erschien es mir nicht sinnvoll, das Öl direkt im Urlaub zu testen und ich entschied mich gegen meine Neugier und für die Vernunft und geduldete mich noch bis zu meiner Rückkehr. Okay, vielleicht waren Experimente dieser Art im Urlaub auch unangebracht, habe ich doch bereits einmal einen kompletten Urlaub unter „Mallorca Akne“ gelitten, dies ist aber eine andere Geschichte…

HAUT, das Arganöl-Versprechen:

  • Unterstützung der Zellneubildung und Hautelastizität
  • Verbesserung von Hautunreinheiten/ Akne und Windpocken
  • Linderung von Sonnenbrand/ sonstigen Verbrennungen
  • Linderung bei Rheuma und Gelenkschmerzen
  • Desinfektion, Wundbehandlung
  • Milderung von Neurodermitis und Hautproblemen
  • Hilfe bei Hämorrhoiden
  • Vorbeugung von Dehnungsstreifen

Der Test:

Immer mal wieder unter Hautunreinheiten leidend, war dieser Bereich für mich besonders interessant. Wie bereits erwähnt, lasse ich aufgrund einiger negativer Erfahrungen mit ölhaltigen Reinigungs- und Pflegeprodukten normalerweise nichts dergleichen an mein Gesicht. ABER: no risk, no fun!

Ich beherzigte den Ratschlag, das Arganöl 2x pro Woche am Abend vor dem Zubettgehen sparsam anstelle meiner normalen Nachtcreme aufzutragen.

Und was soll ich sagen, am nächsten Morgen waren weder ölige Reste auf dem Kissen, noch auf meinem Gesicht zu erkennen. Stattdessen strahlte meine Haut regelrecht!

Von Natur aus skeptisch, verbuchte ich meinen Erstversuch als glückliches Zusammenspiel von gutem Schlaf und einer ausreichenden Wasserzufuhr am Vortag. Doch die nächsten Wochen sollten mich eines Besseren belehren: Meine Hautunreinheiten (in Form von gemeinen Mitessern), die zwar wahrscheinlich ausschließlich von mir selbst als solche erkennbar waren, trotzdem tierisch nervten, waren und sind: weg!

Fazit: Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und bin begeistert, mir mit ruhigen Gewissen die reine Natur ins Gesicht zu schmieren und gleichzeitig regelmäßig an den letzten Sommerurlaub erinnert zu werden :-)

HAARE, das Arganöl-Versprechen:

  • Bringt Glanz, gesundes Strahlen
  • Schützt vor Spliss
  • Beugt Haarausfall vor, regt das Haarwachstum durch bessere Durchblutung an
  • Hilft bei Schuppen (bei Anwendung auf der Kopfhaut)

Der Test:

Grundsätzlich kann man zwei Arten von Anwendungsmöglichkeiten unterscheiden, möchte man den Effekt vor allem in den Längen erreichen, so empfiehlt es sich, eine kleine (!) Menge des Öls in die Hände zu geben und ins trockene oder feuchte Haar einzumassieren oder, noch besser, mit einem Kamm gleichmäßig zu verteilen.

Dann einfach die Haare hochstecken oder unter einem Handtuch eingedreht wirken lassen. Ich habe dies auch schon als Pflege-Quickie für zehn Minuten gemacht. Nach dem anschließenden Waschen war mein Haar nicht etwa strähnig, sondern schön griffig und glänzend. TOP!

Wer mehr Zeit hat und eine intensivere Pflege sucht, verteilt das Öl im kompletten Haar und massiert im Besonderen die Kopfhaut mit dem Arganöl.

Vor dem Zubettgehen aufgetragen mit einem Handtuchturban um den Kopf geschützt, gibst du dem Öl die Möglichkeit, seine Wirkung voll zu entfalten und über mehrere Stunden Gutes für dein Haar zu tun.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man am nächsten Morgen etwas mehr Zeit für das Auswaschen einplanen sollte, um wirklich alle Rückstände mit einem milden Shampoo oder einer Spülung zu beseitigen. Wo wir auch gleich beim abschließenden Tipp sind: Verwende vor deiner Haarkur unbedingt ein silikonfreies Shampoo, nur so stellst du sicher, dass das Öl auch tatsächlich da ankommt, wo es wirken soll.

Sparsam verwendet, erzielt man tolle Ergebnisse und auch der recht hohe Anschaffungspreis relativiert sich damit etwas. Von mir gibt es für Arganöl in der Haut- und Haarpflege eine absolute Empfehlung. Ich bin gespannt, ob auch du bereits Erfahrungen gemacht hast…

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