Wochenbett und Rückbildung. Die Frage nach dem Wann…

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WANN STARTEN UND WIE VIEL IST ZU VIEL?

In vielen Kliniken hast du bereits ab dem Folgetag nach natürlicher Entbindung bzw. nach weiteren 2-3 Tagen nach einem Kaiserschnitt die Möglichkeit, an der ersten Wochenbettgymnastik vor der Rückbildung teilzunehmen, diese wird meistens von einer Hebamme geleitet.

Natürlich immer vorausgesetzt, dass du dich entsprechend fühlst und vom Klinikpersonal nichts Gegenteiliges angeordnet worden ist…

Vielleicht kannst du einige der auf petite mimi kennengelernten Übungen (natürlich nur die, die wir explizit für diese Zeit empfehlen) in den nächsten Wochen immer mal wieder einbauen, wobei dich die neue Situation, dein Baby endlich zu Hause haben zu dürfen, trotz aller Glücksgefühle sicher fordern wird. Familie und Freunde wollen euer Kind kennlernen und falls es bereits ältere Geschwister gibt, steht auch für sie eine aufregende Zeit an. Somit ist in diesem Moment an zusätzliche Bewegung für dich vielleicht kaum zu denken.

Falscher sportlicher Ehrgeiz ist zudem aktuell auch alles andere als empfehlenswert,
die geschwächte und gedehnte Muskulatur braucht einige Zeit, um sich zu erholen!

Nach einigen Wochen hat sich dein Tagesablauf wahrscheinlich bereits etwas geordnet und das neue Familienmitglied bereitet euch eine Menge Freude (und vielleicht auch jede Menge kurzer Nächte). Trotzdem ist es nun an der Zeit, mit der eigentlichen Rückbildung zu starten. Üblicherweise beginnt man nach ca. 8-10 Wochen oder 10-12 Wochen nach Kaiserschnitt. Informiere dich bei deiner Gynäkologin oder Hebamme nach dem besten Zeitpunkt, um zu beginnen.

Leider wird das Thema „Rückbildung nach der Schwangerschaft“ noch immer von einigen Frauen unterschätzt – die Muskulatur sollte aber unbedingt schonend gekräftigt werden. Dabei wird der Fokus vor allem auf die Beckenbodenmuskulatur gelegt – die geraden Bauchmuskeln werden zu Beginn dagegen gänzlich geschont.

Ein sanfter, aber konsequenter Einstieg in die Rückbildung ist wichtig

Ein sanfter, aber konsequenter Einstieg in die Rückbildung ist wichtig

Folgen von zu wenig oder gar keiner Rückbildung können übrigens auch erst Jahre später oder nach Folge-Schwangerschaften auftreten, diese sind unangenehm und können zum Beispiel zu Inkontinenz oder Gebärmuttersenkung führen.

Die gute Nachricht lautet, dass du mit kurzen, aber regelmäßigen, Einheiten ohne teure Hilfsmittel auch zu Hause dir und deinem Körper etwas Gutes tun kannst.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, an einem Kurs teilzunehmen, bei einigen darfst du dein Baby sogar mitbringen. Egal für welche Form du dich entscheidest – flexibel im eigenen Wohnzimmer, mit anderen Müttern in der Gruppe oder eine Mischung aus beidem…

Nach insgesamt ca. 10 Stunden (zum Beispiel 2x pro Woche), sollte deine Rückbildung abgeschlossen sein und du kannst dein Sportprogramm etwas intensiver gestalten, auch hier solltest du es jedoch langsam angehen lassen und auf Sportarten, die den Beckenboden belasten können,  z.B. Joggen, noch etwas verzichten. Stattdessen freut sich dein Baby über lange Spaziergänge an der frischen Luft – das tut euch beiden gut!

Übrigens baue ich in meinen Stunden, egal ob Schwangeren/ Rückbildung/ klassisches Pilates oder Ballett-Workout, immer Übungen zur Kräftigung des Beckenbodens ein – ist dieser gut trainiert, trägt er maßgeblich zum Schutz vor Blasenschwäche bei, stützt die inneren Organen und kann für eine lustvollere Sexualität sorgen…

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