IM 8. MONAT – UND IM BETT GEHTS UM DIE WURST

IMG_6059admin |

Hilfsmittel mit großer Wirkung.

Ich hatte ja schon davon gehört, aber mal wieder nicht viel darauf gegeben: Im Bett soll es mit zunehmender Schwangerschaft auch zunehmend schwierig werden. „Kann nicht sein!“, dachte ich. Bis es dann soweit war. Dann war es echt ätzend. Sagen wir es halt, wie es ist.

Und wenn es in der Kiste nicht läuft, soll und darf man ja zu kleineren oder auch (in meinem Fall) größeren Hilfsmitteln greifen. Das Wohlfühlen in der Nacht soll schließlich nicht zu kurz kommen, denn es handelt sich ja um die letzten Nächte vor der Geburt, die man theoretisch noch herrlich durchschlummern kann! Bis zum 8. Monat hatte ich zum Glück kaum Probleme mit dem Schlafen oder Liegen. Doch dann ging´s los. Umdrehen in der Nacht – ein Kraftakt, der plötzlich Überwindung kostet. Eine bequeme Position finden – nahezu unmöglich. Wie soll man denn da zur Ruhe kommen?

Das hörte ich von vielen Seiten: „Ruh dich aus, schlaf so viel du kannst!“ Ha ha.

„Schlaf dich noch mal richtig aus“ war einer der Ratschläge, die mir am Ende der Schwangerschaft echt auf die Nerven gingen. Ich kenne kaum eine Schwangere, die das wirklich kann. Ob es nun die Hormone sind oder der Bauchumfang, das Gedankenkarussell oder der kleine Akrobat in einem drin – wer schwanger ist, kennt meistens auch Schlafstörungen. Und hier kommt die Wurst ins Spiel. Ein Hoch auf den Erfinder des Stillkissens!

Ich entschied mich für eine große, mit Dinkelspelz gefüllte, Variante und bereue die Entscheidung für ein solches Stillkissen bis heute nicht. Es gibt aber auch andere tolle Exemplare! Mit so einer Natur-Füllung sollten Allergiker vorsichtig sein, aber das höhere Gewicht macht das Stillkissen besonders formstabil. Man muss allerdings den Geruch von Dinkel mögen. Ich fühlte mich damit wie auf der Alm. Auf der Traumschön-Alm – denn die Wurst, wie mein Freund und ich das Stillkissen schnell tauften, verschaffte Abhilfe bei blödem Liegegefühl in der Nacht und erwies sich zunehmend als zuverlässige, bequeme Einschlafhilfe. Und zwar so bequem, dass sogar mein Freund bald Anspruch darauf anmeldete („das ist soo gemütlich!“). So ging es bei uns etwa ab dem 8. Monat jede Nacht um die Wurst: Wer darf mit dem Stillkissen schlafen?

Regelmäßig seufzte einer von uns: „Hach, die Wurst!“

Ein Stillkissen ist also für die Schwangerschaft absolut zu empfehlen, natürlich in erster Linie für werdende Mamis.

Zum Stillen benutze ich die Wurst seit der Geburt übrigens eher selten, für den reinen Still-Zweck hat mich das ergonomische Stillkissen „Natural Curve“ von Ergobaby, ein Geschenk meiner Mama, mehr überzeugt.  Dafür hat sich das Dinkel-Stillkissen in der ersten Nacht mit dem Baby daheim als erneuter Retter für guten Schlaf entpuppt: Casimir wollte, als wir aus dem Krankenhaus kamen, nicht in seinem Beistellbettchen schlafen. Die Hebamme hatte uns das schon prophezeit und empfohlen, aus der Stillkissen-Wurst ein Podest zu bauen, in das wir das Baby sicher zwischen uns betten konnten. Ohne das Stillkissen hätte ich in dieser Nacht kein Auge zugemacht. Danke, Wurst!

Ein Leben ohne Stillkissen ist nunmehr möglich, aber sinnlos, um es mal frei nach Loriot zu formulieren. Gute Nacht, ab ins Bett!

FullSizeRender[7]

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply