9 DINGE, DIE DU NOCH NICHT ÜBER JOSEPH PILATES WUSSTEST

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Foto am 16.09.15 um 10.24

„Ach, den gab es wirklich?“ – Pilates-Wissen aus der Praxis

Da ich immer wieder in erstaunte Gesichter schaue, wenn ich in meinen Stunden eine Geschichte aus dem spannenden Leben von Joseph „Joe“ Pilates zum Besten gebe und das Interesse der Teilnehmerinnen daran groß ist, möchte ich dir die Gelegenheit geben, etwas mehr über diesen weltbewegenden Mann zu erfahren.1. Pilates kommt aus Deutschland
Joseph Hubert Pilates wurde 1983 in Gladbach geboren, wanderte jedoch nach Aufenthalten in England und Hamburg im Jahre 1923 endgültig nach New York aus. Er lebte bis 1967 dort.

2. Am Anfang stand für ihn „Contrology“
„Contrology“, so nannte Pilates seine Methode in welcher er die Quintessenz aus verschiedenen Sportarten wie Yoga, Tanz und Boxen zu einer Übungsabfolge vereinte. Je nach Trainingslevel und eventuell bestehenden oder bestandenen Krankheitsbildern sowie körperlichen und räumlichen Einschränkungen des Übenden lässt sich die Methode modifizieren und individuell anpassen. Pilates entwickelte die Übungen, um während des ersten Weltkriegs als Häftling in einem Internierungslager selbst fit zu bleiben und auch seine Mithäftlinge zu trainieren und auf kleinstem Raum zu kräftigen und zu stärken.

3. Vom Schwächling zum Muskel-Star
Pilates selbst litt als Kind an Rachitis, Asthma und Rheuma. Er fing an, viel Sport zu machen und unterschiedlichste Sachen auszuprobieren, um seiner schlechten Konstitution entgegen zu wirken. Mit Erfolg – später arbeite er als professioneller Boxer und Zirkusartist. Damit ist Joseph Pilates der beste Beweis dafür, dass man mit der richtigen Einstellung und Sport wirklich sein Leben umkrempeln kann. 

4. Erfindergeist mit Hitzewallungen
Tatsächlich basiert die Ursprungsabfolge von Pilates auf immer gleichen Übungen, welche auch in immer gleicher Reihenfolge durchgeführt werden. 34 Übungen auf der Matte sind sozusagen das Ursprungspilates. Joe Pilates entwickelte zusätzlich zu dieser Mattenabfolge aber auch Geräte, die zusätzliche Trainingsreize schaffen und für Abwechslung sorgen. Zeitzeugen beschreiben ihn als jemanden, der auch etwas hitzköpfig gewesen sei und gerne mal in der Badehose durchs winterliche New York stapfte…

Durchs winterliche New York stapfte der Hitzkopf auch mal in der Badehose

 

5. Pilates war ein Mann mit Prinzipien
Das Hauptaugenmerk aller Übungen wird nach Joseph Pilates auf folgende 6 Grundprinzipien gelegt:Konzentration, Zentrierung, Kontrolle, Atmung, Präzision, Fluss. Wenn die Übungen so ausgeführt werden, hat jede einzelne Pilates-Übung Benefits für den gesamten Körper. Und nicht nur das: Das Widerstandstraining ist sehr viel effektiver als beispielsweise Joggen – denn während nach der Cardio-Einheit keine Kalorien mehr verbrannt werden, wird nach dem Pilatestraining der innere Stoffwechselmotor erst angeworfen.

 

Keine Zeit, Joggen zu gehen? Macht nichts! Mach lieber ein paar Pilates-Übungen zu Hause!

6. Er war ein Frauenheld mit einer großen Liebe
Es geht die Legende, das Joseph Pilates kleineren Flirts nicht abgeneigt gewesen sei, sein Herz gehörte jedoch seiner  Clara, die er während der Überfahrt nach New York City kennenlernte und vom Fleck weg heiratete. Da hatte er allerdings auch schon zwei Ehen hinter sich. Eine Verbindung mit großem Nutzen, denn Clara brachte als Krankenschwester ihr Wissen in die Entwicklungen der Pilates-Übungen ein und leitete das Pilates-Studio auch nach dem Tod ihres Mannes weiter. 

7. Sein Training wurde durch Zufall (oder Fügung?) zum Ballett-Liebling
Pilates ist das Lieblingstraining vieler Ballett-Tänzerinnen und Ballett-Tänzer – kein Wunder, denn die Übungen formen und stärken den gesamten Körper und sorgen für eine bessere Haltung. Das ist gerade fürs Ballett sehr wichtig. Als er aufgrund der politischen Lage nach New York City ging, eröffnete er mit Clara sein erstes Pilates-Studio im Haus, in dem auch das New York City Ballet untergebracht war – so entdeckten die Tänzer Pilates und Pilates entdeckte den Nutzen seines Sports für die Tänzer. Ein Zufall, von dem beide Seiten profitierten.

8. Joseph Pilates wollte keinen Frauensport erfinden
Gerade in Männer-Köpfen hält sich hartnäckig das Vorurteil, Pilates sei ein Frauensport. Doch das stimmt nicht! Joseph Pilates war ein Mann, der zunächst sich selbst helfen wollte und dann seine Übungen für andere Männer weiterentwickelte, um diese fit zu machen. Erst durch Clara und die Nähe zum Ballett entdeckten auch Frauen Pilates für sich. Dass die Übungen wundervoll für das weibliche Geschlecht sind, gerade auch, was den Beckenboden angeht, ist unbestritten. Aber es sollten sich ruhig auch mehr Männer an die Pilates-Übungen trauen…

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9. Pilates wusste, dass seine Methode Trend werden würde
„Ich bin meiner Zeit 50 Jahre voraus“,  soll Joe Pilates einmal gesagt haben. Und damit Recht behalten, denn erst in den Neunzigern wurde Pilates in Amerika und Europa so richtig populär. Kur nachdem Hollywoodstars anfinden, nach seiner Methode zu trainieren. Schade, dass Joseph Pilates, der 1967 im Alter von 87 Jahren starb, das selbst nicht mehr erleben konnte. Aber immerhin hat er es geahnt…

Wichtig für dich zu wissen: Da der Begriff Pilates bis heute nicht geschützt ist, wird häufig Pilates-inspiriert unterrichtet. Damit ist zwar die Grundidee gleich oder sehr ähnlich, die klassischen Übungen werden jedoch oft nur teilweise oder in abgewandelter Form bzw. Reihenfolge ausgeführt. 

Hier eines unserer Lieblingsvideos mit einer seiner Erfindungen (mit Unterhaltungswert):

 

 

 

 

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