DIE EINFACHSTE PEDIKÜRE DER WELT?

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Schöne Füße – im Sommer ein Muss! Auch als Mami…

In den Kreissaal hatte ich es noch mit frisch pedikürten Füßen geschafft. Aber danach war Winter, mein Baby eines, das sehr viel Aufmerksamkeit braucht und ich mit vielem beschäftigt – nur nicht mit meinen Füßen. Doch vor einigen Wochen hielt ich es nicht mehr aus, ich wollte endlich wieder was für mich und meine Füße tun, schließlich stand (zumindest kalendarisch) der Sommer vor der Tür und die Urlaubsplanung rückte näher. Meine Zehen sehnten sich nach einer Pediküre und Wohlbefinden. Zu blöd nur, dass der Terminkalender meines Freundes kein Zeitfenster fand, an dem er mal den Sohnemann hätte übernehmen können und ich somit auch so schnell keinen Pediküre-Termin ausmachen konnte. Zudem wusste ich, würde es mir irgendwie peinlich sein, zur Pediküre zu gehen. Früher war das anders, aber inzwischen gehöre ich doch zu den Menschen, die putzen, bevor die Putzfrau kommt. Es musste etwas anderes her. 

Ein Nummer 1-Bestseller aus Japan? Dem Marketing glaub ich gerne!

Zum Glück entdecke ich mal wieder einen Blogger-Liebling: „Baby Foot“. Socken anziehen, abwarten und mit samtig-zarten Füßchen belohnt werden? Wie cool klingt das denn? Also her mit dem Hornhaut-Schreck! Ich habe die „Baby Foot“ über Amazon bestellt und 25 Euro bezahlt, bei Douglas gibt es die vermeintliche Pediküre-Wunderwaffe für 29 Euro zu erwerben. Angeblich bestehen die „Baby Foot“ aus „17 natürlichen Zutaten“ und sind, laut Packungsaufdruck, in Japan der Nr. 1 Bestseller. Glaub ich gern, wenn das Marketing sowas verspricht! 

Als das Baby schläft, ziehe ich mir also die Socken an und befestige sie mit den beiliegenden Fixierstreifen – den Geruch hatte ich sogar schlimmer erwartet und unangenehm finde ich die Socken auch nicht. Ich lasse sie eine Stunde drauf, während Sohnemann friedlich neben mir schnorchelt, ziehe sie dann aus und entsorge alles und wasche mir gründlich die Hände. Auf vielen Blogs wird empfohlen, die Socken zwei Stunden einwirken zu lassen, in der Packungsbeilage steht eine Stunde und ich trau mich auch nicht länger, weil das Baby leider meist nur kurze Schlafphasen hat und ich auf keinen Fall möchte, dass es mit den Gerüchen oder etwaigen Gelresten an meinen Händen in Berührung kommt. Vom Prozedere war das bisher wirklich die einfachste Pediküre, die ich kenne. 

Und dann passiert – erstmal nichts. Geld zum Fenster rausgeworfen?

Und dann passiert – erstmal nichts. Außer, dass meine Füße extrem trocken sind und ich das Gefühl habe, Wüstenhaut zu haben, tut sich in den ersten Tagen rein gar nichts. Am vierten Tag nach der Behandlung ärgere ich mich. So viel Geld und dann funktioniert es nicht? Sind die „Baby Foot“ doch eine Mogelpackung? Am fünften Tag dann die Überraschung: Quasi über Nacht haben meine Füße angefangen, sich zu häuten. Und wie! Es pellt und pellt auch die nächsten drei Tage (im Internet lese ich, dass sich manche Füße nach der Anwendung mit „Baby Foot“ bis zu drei Wochen schälen!), es ist der Wahnsinn! 

Mein Fazit: In meiner Situation waren die „Baby Foot“ echt die Rettung in der Not! Inzwischen hab ich wirklich babyweiche Füße – lediglich an zwei stärker verhornten Stellen musste ich noch mal Hand anlegen und am Fußrand pellt es noch leicht, aber bis zum Urlaub wird das alles super sein, da bin ich mir sicher. Wenn die Haut pellt, sollte man aber auf die zusätzliche Anwendung einer Hornhautraspel verzichten und höchstens ein Peeling anwenden, um den Schälvorhang bei der „Baby Foot“-Pediküre zu beschleunigen. Und hier sind wir auch schon an dem Punkt: Wer die „Baby Foot“ benutzt, sollte das nicht direkt vor einer Reise oder einem wichtigen Event tun! Man sollte sich darüber klar sein, eventuell die nächsten ein bis drei Wochen in Socken zu verbringen. Meine Füße sind übrigens immer noch sehr „durstig“ und ich creme sie seit der Behandlung wieder brav jeden Abend ein. 

Während die meisten Blogger in ihren Erfahrungsberichten nichts dazu schreiben, hab ich mir die Inhaltsstoffe der „Baby Foot“-Socken auch mal bei Codecheck angeschaut. Natur pur ist natürlich Schwachsinn, auch wenn die Socken in erster Linie mit einem Fruchtsäure-Gel überzogen sind und der Hauptbestandteil der Inhaltsstoffe unbedenklich ist, müssen Menschen mit empfindlicher Haut aufpassen. Denn auch natürliche Inhaltsstoffe, wie z.B. das in den „Baby Foot“ enthaltene Seifenkraut, können irrtieren. Zudem beinhalten die „Baby Foot“ leider auch noch das Konservierungsmittel Glyoxal, das keine guten Empfehlungen hat und als bedenklich eingestuft wird. Auch wenn jeder das für sich selbst entscheiden muss, ist das für mich ein klarer Grund, die „Baby Foot“  wirklich nur in Ausnahmesituationen zu benutzen. Denn ich bin ein Verfechter von „Die Dosis macht das Gift“ – ein bis zwei Mal im Jahr dürfen mir die „Baby Foot“ gerne helfen, meine Füße vorzeigetauglich zu machen, aber mehr bitte auch nicht. Mehr muss aber vermutlich auch gar nicht sein. 

Und natürlich ersetzen die „Baby Foot“ keine gesamte Pediküre – aber sie vereinfachen die Sache ungemein, so viel steht fest! 

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